Hydroculture goes wild. Den eigenen Salat anzubauen wird mit Aeroponik Anbausystemen auch in einer Stadtwohnung möglich. Obst und Gemüse in Bio-Qualität, ganzjährig gepflückt im eigenen Keller.

Aeroponik – Was ist das?

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Aeroponik ist eine Anwendungsart der Hydroponik, bei welcher die Wurzeln von Nutz- oder Zierpflanzen in einer Mineral-Wasser Kombination hängen um bestmöglich mit allen Nährstoffen versorgt zu werden. Aeroponik unterscheidet sich dabei wesentlich durch den Bestandteil Luft. Die Wurzeln der Pflanzen hängen an der Luft und werden in regelmäßigen Abständen mit der erwähnten Kombination aus Mineralstoffen in Wasser benetzt. Ein Vorteil ist die optimale Versorgung mit Sauerstoff, dieser ist bei Hydroponik nicht gegeben. Die Pflanzen sind nicht mit Erde bedeckt, da sie die Nährstoffe durch den Sprühnebel erhalten. Durch Aeroponik oder Hydroponik Systeme lassen sich etwa 60qm² Gartenfläche und rund 95% des Wassers sparen, das man durch Eigenanbau im Garten oder Gewächshaus verbrauchen würde. Die optimale Versorgung der Pflanzen hat zur Folge, dass diese schneller wachsen und es kann direkt von der Pflanze geerntet und gegessen werden, dabei gehen kaum Vitamine verloren.

Systemaufbau

Es gibt unterschiedliche Arten von Aeroponik Systemen. Sie sind individuell anpassbar an die jeweilige Raum oder Platzsituation. Indoor Gardening auf kleinerem Raum ist beispielsweise durch ein vertikales System problemlos umsatzbar. Aeroponik Systeme bestehen in der Regel aus einem röhrenartigen Behälter, z.B. vertikal nach oben ausgerichtet mit Aussparungen für die Pflanzkörbe. Integriert ist eine Wasserpumpe und eine innenliegende Rohrkonstruktion mit Sprühdüsen. Im vertikalen Systemen läuft das nach oben gepumpte Wasser innen an den Rohrwänden wieder nach unten und benetzt so die nach innen hängenden Wurzeln der Pflanzen. Je nach Hersteller gibt es integrierte Features, wie einen kleinen Setzkasten in dem eigene Sprossen zu Keimlingen gezogen werden können, welche dann in die Aussparungen gesetzt werden. Außerdem wird das Wasser häufig durch Aktivkohlefilter gereinigt. Um die optimale Versorgung der Pflanzen anzuzeigen, verfügen einige Systeme über eine Farbanzeige die den Status der Pflanzen über integrierte Sensoren misst. Das Rohrsystem selbst ist aus unterschiedlichen Materialien gefertigt, beispielsweise aus Milchsäureprotein sodass auch das Gestell kompostierbar ist. Die Pflanzen werden durch spezielle Lichtröhren mit der idealen Einstrahlung versorgt, nachts schalten sich diese ab. Manche Systeme verfügen über kleine Ventilatoren, die den Wind simulieren und auf Fruchtfliegen abschreckend wirken. Zudem kann der Tatsache Rechnung getragen werden, dass Pflanzen auf bestimmte Ton und Musikfrequenzen positiv reagieren. Harmonische Wellen sind in die Lichtröhren integriert und fördern das Pflanzenwachstum.

Funktionsweise

Sprossen werden in einem Stück Jutestoff in ein Gitterkörbchen gesetzt und mit Wasser begossen. Die Keimlinge brauchen etwa eine Woche um entsprechend zu wachsen, sodass sie dann mit den Körbchen in das Turm-System oder horizontale System eingesetzt werden können. Der Wasserbehälter am Fuß des Turms bzw. am Boden der Röhre pumpt das, mit Mineralstoffen versetzte Wasser, mit einer kleinen Pumpe durch das Rohrsystem. Das Wasser läuft dann entweder an der Rohrinnenseite wieder nach unten oder wird durch die Sprühköpfe auf die Wurzelenden gesprüht. Das restliche Wasser tropft ab und kann im nächsten Durchlauf erneut verwendet werden. Der Wassertank muss dadurch in der Regel alle 10-14 Tage aufgefüllt werden. Ideale Pflanzenversorgung, selbst wenn man sich im Urlaub befindet. Regenwasser kann problemlos verwendet werden, durch den Zusatz mit Mineralstoffen wird der Zustand einer hexagonalen Wasserstruktur erreicht, welchen das Wasser in natürlicher Umgebung aufweist. Dies ist die optimale Wasserstruktur für Pflanzen.

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