Wer in seinem Garten gerne selbst Gemüse anbauen möchte, für den stellt sich schnell die Frage, welches Saatgut dafür benötigt wird. Einfach im nächsten Supermarkt um die Ecke kaufen ist meistens keine gute Idee, auch wenn die günstigen Preise und bunten Bilder locken. Besser ist es, sich vorher einige Gedanken zur Herkunft der Samen zu machen.

Manche Pflanzen können direkt raus aufs Freiland, andere wiederum sind kleine Sensibelchen und brauchen einen geschützten Ort, um erst einmal in Ruhe anzuwachsen. Das Frühjahr ist der beste Zeitpunkt, um die Gartensaison zu eröffnen. Doch auch im Winter ist schon einiges los in den Gewächshäusern, Kellern und auf den Fensterbänken. Entsprechendes Saatgut findet sich überall und das oft zu sehr günstigen Preisen. Dabei sollten Einsteiger aber auf Folgendes achten, nämlich auf die Herkunft des Samens. Oft werden hierfür sogenannte Hybridsorten gezüchtet. Die entstehen im Labor aus Kreuzungen von sehr schwachen Mutterpflanzen. Die eigentliche Sorte die daraus wächst ist später stark und wächst in der Regel auch gut an. Allerdings kann sie sich nicht vermehren. Entsprechendes Saatgut ist im Handel mit dem Kürzel F1 gekennzeichnet. Gesunde Samen sind wichtig, deshalb gehen Gärtner um diese Produkte weit herum und beschränken sich auf gesundes Saatgut. Das ist zum Beispiel bei ausgesuchten Händlern erhältlich, manches lässt sich sogar tauschen auf speziellen Saatgut-Parties. Dort treffen sich begeisterte Freiluftfans und tauschen die Erträge ihrer Ernte aus. Das hat den Vorteil, dass hier robuste Sorten dabei sind, manche sogar richtig alt.

Aller Anfang ist schwer, aber lohnenswert

Je älter eine Pflanze ist, desto robuster wird sie. Außerdem gibt es zum Beispiel bei den Tomaten so viele traditionelle Sorten und eine reiche Vielfalt, die manchmal im Handel verloren geht. Das wäre schade, denn tagtäglich sterben Sorten auf den Äckern, Weiden und Gärten aus, weil sie nicht weiter kultiviert werden. Ein unglaublicher Verlust! Deshalb ist es so wichtig, ausgewählt zu pflanzen und Pflanzen so zusammenzusetzen, dass sie sich vertragen und sich nicht gegenseitig die Nährstoffe stehlen. Für einen mittelgroßen Garten dürfen es da gut und gerne 15 unterschiedliche Sorten sein. Ein Pflanzkalender hilft dabei den Überblick zu behalten und gibt viele hilfreiche Tipps für den Einstieg.

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