Hecken schneiden – bitte nur bis Ende Februar

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Die Gartenhecke ist auch für viele Singvögel Heimat.

Heimische Singvögel nisten gerne in Hecken. Wenn sie hier ein Nest anlegen und man die Hecke schneidet, wird das Nest vielleicht nicht beschädigt, aber doch von den Eltern aufgegeben oder die Küken stürzen sich in Panik heraus und werden gefressen. Deswegen verhängt der Gesetzgeber den Bestandsschutz, den man auch ohne diesen zuliebe der Singvögel einhalten sollte. Ab dem ersten März bis zum 30ten September sollen die Hecken nicht geschnitten werden.

Singvögel wollen brüten

Jetzt ist es jedoch eine Definitionsfrage, was genau eine Hecke ist. Es gibt heckenartige Bodendecker, Sträucher oder strauchartige Gehölze. Ein Beispiel wäre der Buchsbaum, der eine sehr beliebte Heckenpflanze für niedrige und mittlere Höhen ist. Er kann jedoch auch ganz anders im Garten zur Geltung kommen. Er könnte einfach wild wachsen oder als Bodendecker nur nach oben gestutzt werden.

Auch wenn es keine „Hecken“ sind, sollte man auch hier die laute Heckenschere über Sommer ruhen lassen und nur bei Bedarf mit einer manuellen Astsäge ganz vorsichtig an das Gehölz gehen.

Die heimischen Singvögel leben natürlich nicht lediglich in den Vorgärten sondern auch in den Hecken der Feldränder und an anderen Orten. Hier können sie jedoch nur leben, wenn sie über das ganze Jahr genügend Nahrung finden. Diese kann in den üblichen industriellen Monokulturen knapp werden, womit diese Singvögel nicht mehr die gleichen Ausgangsbedingungen wie vor hunderten Jahren finden. Ihnen etwas Schutz zu gewähren, macht deswegen Sinn.

Schnell noch die Hecken schneiden

Es sollte jedem ersichtlich sein, dass eine Hecke über den Sommer wächst und im Herbst etwas wüst oder sogar wie „Struwwelpeter“ aussieht. Also sollte die Hecke im Herbst geschnitten werden, damit sie nicht über den ganzen Winter in dem Zustand bleibt. Man sollte sie allerdings nicht bei Frost oder im tiefsten Winter kürzen, sondern sollte wirklich den Oktober und den Februar als Zeitfenster abpassen. Im Oktober können die Schnittverletzungen besser verheilen als im Winter bei Frost, wo die Pflanzen wirklich ruhen.

Wenn die Hecken sieben Monate nicht gestutzt werden, gibt es einiges zu tun. Es wird bis Ende Februar jedoch nicht viel nachwachsen. Damit ist dieser Heckenschnitt, der möglichst in einer warmen Februarwoche stattfinden sollte, ein Klacks. Man muss nur einmal mit der Heckenschere drüber ziehen, schon ist alles wieder glatt. Bei einigen Heckengehölzen wird dieses nicht einmal notwendig sein, da sie über die kalte Jahreszeit kein bisschen wachsen.

Die passende Technik

Solange man die Kernhecke stehen lässt, werden es nur dünne bis mitteldicke Zweige sein, die man runter mäht. Hierbei sollte eine elektrische Heckenschere gewählt werden, die die Aststärke packen wird. Mit einem langen Messer kann man schneller arbeiten, bei dickeren Ästen sollte man nicht ein zu langes Messer wählen. Weiterhin sollte man ein leichtes Modell wählen, im Zweifelsfall also das mit kürzerem Messer und schwächeren Motor. Wer keine Kabeltrommel hinter sich herziehen möchte, sollte eine gute Akku Heckenschere nehmen. Nach dem Schneiden ist es wichtig, das Messer zu reinigen, es trocknen zu lassen und das Gerät trocken und sauber unter zu bringen. Es gibt sogar spezielle Pflegeöle, die später den Garten nicht gefährden werden. Davon haben übrigens auch unsere Freunde von flexparts etwas in Ihrem Programm.

Man kann die Hecke mähen und hinterher alles zusammen harken und vielleicht die kleinen Blätter noch mit einem Laubbläser entfernen. Man kann aber auch eine Unterlage Abschnitt um Abschnitt weiter ziehen, damit alles auf diese fällt und der Boden sauber bleibt.

Ein paar kleine Schnittreste sind mit dem nächsten böigen Wind allerdings auch schnell weg sowie die Straßenreinigung kaum darüber meckern wird. Der eigentliche Heckenschnitt kann zum Recyclinghof gebracht werden oder vor einem Kompostieren oder Mulchen mit einem guten Gartenhäcksler zerkleinert werden. Auch hier zahlen sich die besseren Modelle aus, da sie nicht lediglich die geraden sondern einfach alle Äste bis zur angegebenen Stärke ziehen werden. Einige Heckenpflanzen eignen sich weniger gut für den Kompost oder zum Mulchen. Nach der Arbeit soll auch hier das Schneidewerkzeug gut trocknen und das Gerät im trockenen und sauberen Raum untergestellt werden.

Geräte lässt sich auch günstig leihen

Vielfach kann man sich in Baumärkten oder Gartencentern passende Geräte leihen. Das kostet jedes Jahr aufs Neue. Dafür geht einem kein Stauraum verloren sowie man sich nicht ärgert, wenn doch einmal das Schneidewerkzeug verrostet.

Bildurheber: petertt / 123RF Lizenzfreie Bilder

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