Biologische Schneckenbekämpfung – Wie rette ich meinen Salat?

Nacktschnecken bei ihrer Leibspeise: Ihrem Salat

Alle Jahre wieder beginnt es spätestens bei der ersten feuchten Wetterperiode im Frühjahr: das Rennen mit den Schnecken um die Ernte. Und die gefräßigen Weichtiere sind dabei längst nicht so langsam, wie die Redewendung behauptet. Wählerisch sind sie übrigens auch nicht. Was also tun, wenn Sie Ihr Gemüse selbst ernten wollen – natürlich ohne Chemie?

Schnecken gegen Schnecken

Haben Sie schon einmal eine hellbraune Nacktschnecke mit dunklem Fleckenmuster über den Zaun zum Nachbarn geworfen? Dann haben Sie ihm einen großen Gefallen getan. Das war nämlich ein Tigerschnegel. Der mag zwar Ihren Salat nicht, hat aber eine sehr liebenswerte, kulinarische Vorliebe für andere Nacktschnecken.

Ähnliches gilt für die – übrigens unter Naturschutz stehende – Weinbergschnecke. Sie frisst zwar nicht die Salatkiller selbst, wohl aber ihre Brut. So werden es schnell merklich weniger Nacktschnecken.

Laden Sie Schneckenfresser ein

Nicht nur der Tigerschnegel macht Jagd auf die gefräßige Hundertschaft. Auch Igel, Spitzmäuse, Kröten und Blindschleichen sowie verschiedene Singvögel haben einen gesegneten Appetit auf erwachsene Nacktschnecken. Eier und junge Schnecken stehen dagegen auf dem Speiseplan von Laufkäfern, Glühwürmchen und Hundertfüßern.

Machen Sie es ihnen also in Ihrem Garten gemütlich und sie bedanken sich mit dem effektiven Eindämmen der Schneckenplage. Die tritt nämlich in aufgeräumten Gärten gehäuft auf – ein Zeichen der Schieflage des natürlichen Gleichgewichts im Garten.

Trocken und ätzend

Ohne schützendes Haus schätzen Nacktschnecken es, wenn Sie ihnen quasi die Bahn bereiten. Ungemähte Wiese, dick gemulchte Beete und ähnliche feuchte Untergründe sind ideale Schneckenrennbahnen. Ins Stocken gerät das Rennen eher auf Sägespänen. Noch fieser: Kalk. Er verätzt die Kriechsohle der Tiere.

Diese Methoden haben nur einen Nachteil. Regnet es, ist der Schutz ziemlich schnell dahin.

Darauf ein Käffchen

Lesen Sie den Schnecken doch mal aus Ihrem Kaffeesatz, dass sie in Ihrem Garten nicht erwünscht sind. Einfach den Kaffeesatz vom Morgenkaffee um die zu schützenden Pflanzen verteilen. Allerdings funktioniert das nicht mit koffeinfreiem Kaffee, denn genau darum geht es: Koffein. Für Schnecken ist das nämlich ein Nervengift.

Schneckenzaun

Eine sportliche Herausforderung, an der die meisten Schnecken scheitern, ist der Schneckenzaun. Diese Zäune sorgen entweder durch ihre Form dafür, dass die Schnecken einfach abfallen. Oder sie machen den Lästlingen das Kriechen durch raue Oberflächen unangenehm.

Und wenn das alles nichts hilft?

Dann kombinieren Sie einfach mehrere Maßnahmen. So werden sie der schleimigen Plage auch ohne Chemie wunderbar Herr – und können Ihr Gemüse wieder selbst ernten.

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